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Alles Know-How zur Existenzgründung

Patentanwalt Dipl.Ing.(Univ.) Dipl.-Wirtsch.-Ing.(FH)
Dr. Thomas Meitinger
LL.M. LL.M. MBA MBA M.A. M.Sc.


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Email: meitinger@googlemail.com

PLANEN

Geschäftsmodell

Sie haben eine Geschäftsidee, also haben Sie auch zumindest ein rudimentäres Geschäftsmodell. Zumindest eben das Geschäftsmodell "Realisieren der Geschäftsidee". Natürlich wird so ein Geschäftsmodell der Komplexität der unternehmerischen Realität in keiner Weise gerecht. Damit Sie ein erfolgsträchtiges Geschäftsmodell entwickeln können, lesen Sie unsere Tipps. Sie müssen bei der Entwicklung ihres Geschäftsmodells insbesondere drei wichtige Fragen klären: Zunächst sollten Sie sich klar machen, was das Angebot an den Kunden ist. Wichtig dabei ist nicht so sehr, was das Produkt ist, dass Sie herstellen wollen, sondern welches Bedürfnis des Marktes Sie befriedigen wollen. Nehmen Sie daher konsequent die Kundensicht ein und entwickeln Sie von diesem Standpunkt her Ihr Produkt und Ihre Dienstleistung.

Jetzt sollten Sie definieren, wer ihre Zielkunde ist. Welchen Markt wollen Sie daher definieren. Ausgehend von dem avisierten Marktsegment können Sie das Umsatzpotential bestimmen und ob es überhaupt eine Chance auf eine ausreichende Rentabilität gibt.

Gründe für ein Geschäftsmodell Wie entwickle ich mein Geschäftsmodell? Konstante Fortentwicklung


Businessplan

Es gibt keine verbindliche Vorgabe, wie ein Businessplan aussehen sollte. Allerdings hat sich eine gewisse Struktur herausgebildet, die von Lesern eines Businessplans erwartet wird. Die Leser eines Businessplans können Business Angels, Investoren, Mentoren oder mögliche Kooperationspartner sein.

Der wichtigste Leser eines Businessplans sind allerdings Sie selbst. Dadurch, dass Sie ein Konzept über ihr zukünftiges Unternehmen beschreiben, machen Sie sich die entscheidenden Gedanken darüber, wie Ihre Geschäftsidee funktionieren soll, wer Ihre Zielgruppe ist, also für wen Sie Produkte oder Dienstleistungen bereitstellen wollen.

Es ist auch wichtig, dass Sie sich die Risiken der Unternehmensgründung vor Augen führen. Auf welche Aspekte müssen Sie achten, welche Klippen müssen Sie umschiffen. Sie sollten sich auch überlegen, welche besondere Chancen in Ihrer Geschäftsidee liegen. Last but least, Sie sollten durchrechnen, ob sich Ihre Idee überhaupt lohnen kann.

Achten Sie außerdem typische Fehler bei der Erstellung des Businessplans zu vermeiden.

Gründe für einen Businessplan Für wen schreibt man einen Businessplan Gliederung Welche Fehler sollten Sie vermeiden


Finanzplan

Der Finanzplan stellt ein zentrales Kernstück der Planung Ihrer Existenzgründung dar. Gerade in der Anfangsphase sind die finanziellen Mittel gering und Sie werden mindestens 1 Jahre, wahrscheinlich sogar länger, durch Ihre Existenzgründung einen Geldabfluss und keinen Zufluss erleiden. Sie müssen daher genau planen. Die meisten Existenzgründungen scheitern daran, dass schlicht und einfach das Geld zu früh ausgegangen ist. Außerdem sollten Sie mit unvorhergesehenen Ausgaben rechnen. Es kann immer einmal etwas schief gehen und plötzlich ergibt sich ein unerwarteter Finanzierungsbedarf.

Der Finanzplan umfasst mehrere Aspekte. Zum einen sollten sie eine Plan-GuV erstellen, mit der Sie ermitteln können, ob Sie mit dem Erreichen des Break-Even wie geplant vorankommen. Zum anderen sollten Sie einen Liquiditätsplan erstellen. Sie müssen immer ausreichend liquide Mittel für fällige Rechnungen haben. Es nutzt Ihnen nichts, wenn Ihre Plan-GuV passt, Sie aber gerade die Miete für Ihre Geschäftsräumlichkeiten nicht bezahlen können. Andererseits müssen Sie irgendwann den Break-Even erreichen, sonst wird die Liquidität auch abfallen.

Ablauf der Erstellung Was gehört in den Finanzplan? das Ziel eines Finanzplans


Patente, Marken & Co.

In der Planungsphase sollten Sie sich darüber informieren, welche Schutzrechte es gibt und wofür welches Schutzrecht geeignet ist. Es gibt unterschiedliche Schutzrechtsarten, und zwar den Sortenschutz für Pflanzenzüchtungen, Topographien für Halbleiterstrukturen, Patente, Marken, Gebrauchsmuster und Designrechte. Die letzten vier sind in der Praxis von Bedeutung und diese Schutzrechtsarten sollten Sie kennen, um entscheiden zu können, was Sie für Ihre Existenzgründung benötigen.

Mit einem Patent oder einem Gebrauchsmuster können Sie eine technische Erfindung rechtlich schützen. Eine technische Erfindung entspringt den Naturwissenschaften oder der Physik. Haben Sie also eine Erfindung aus dem Bereich des Maschinenbaus, der Elektrotechnik oder der Physik können Sie ein Patent oder ein Gebrauchsmuster anmelden. Ist Ihre Erfindung eine Software, kann sie patentfähig sein. Hier sollten Sie einen versierten Patentanwalt mit ausreichender Erfahrung im Bereich computerimplentierter Erfindungen aufsuchen. Für eine erste Information können Sie unsere Website aufsuchen:Softwarepatente

Marken dienen dazu, Ihre Produkte als von Ihrem Hause stammend zu kennzeichnen. Ein Existenzgründer sollte sich in jedem Fall eine Marke, deutschlandweit oder für den EU-Raum, schützen lassen. Es ist ein recht günstiger Schutz und kann im Laufe des Zeit enorm an Wert zunehmen. Aber bitte: bevor Sie Ihre Marke anmelden, recherchieren Sie nach älteren Rechten. Sie können sich dadurch viel Mühe und Kosten ersparen.

Außerdem gibt es die Designrechte, die die ästhetische Gestaltung schützen.

Patent Marke Gebrauchsmuster Design


GRÜNDEN

Checkliste zur Unternehmensgründung

Die Gründung Ihres Unternehmens erfolgt durch die Abarbeitung mehrerer Punkte.

Zunächst müssen Sie klären, welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, damit Sie starten können. Ohne erfogreiche Steuerberaterprüfung können Sie nicht als Steuerberater arbeiten. Ohne abgeschlossene Friseurausbildung können Sie nicht Ihren Friseursalon eröffnen.

Dann sollten Sie klären, welche Unternehmensform Sie benötigen. Starten Sie als Personengesellschaft oder als GmbH oder als UG?

Sie brauchen ein Geschäftskonto und Geschäftspapier. Außerdem benötigen Sie einen Telefonanschluss.

Sie müssen Ihr Unternehmen beim Finanzamt anmelden, denn Ihr Unternehmen benötigt eine Steuernummer.

Brauchen sie eine Marke? Brauchen sie ein Patent? Brauchen sie ein Design? Brauchen sie ein Gebrauchsmuster?


Wie erwerbe ich meine Patente, Marken & Co.?

In der Gründungsphase sollten Sie Ihre Patente, Marken, Designrechte und Gebrauchsmuster erwerben. Wie Sie das geschickt vornehmen können, also mit großtmöglichem Nutzen für Ihr Unternehmen und mit minimalen Kosten, wird hier beschrieben.

Wollen Sie eine technische Erfindung schützen lassen, können Sie ein Patent anmelden. Aber reichen Sie zunächst nur eine deutsche Patentanmeldung ein und nutzen Sie das Prioritätsjahr, um zu prüfen, wie wirtschaftlich wertvoll Ihre Erfindung wirklich ist.

Nutzen Sie ein Gebrauchsmuster nur, wenn Sie aus Versehen ihre Erfindung bereits vor der Einreichung beim Patentamt veröffentlicht haben. Etwa durch die eigene Website oder weil Sie Ihre Erfindung auf einer Veranstalung vorgestellt haben. Ansonsten bietet Ihnen ein Gebrauchsmuster kaum einen Vorteil. Zusätzlich beträgt auch noch die maximale Schutzdauer eines Gebrauchsmusters nur 10 Jahre, also halb so lange wie beim Patent.

Auch bezüglich der Schutzrechtsarten Marke und Design können Sie eine Strategie fahren, bei der Sie die jeweiligen Prioritätsfristen ausnutzen.

Patent Marke Gebrauchsmuster Design


WACHSEN


Kundengewinnung

Sie sind gestartet und haben alle formalen und rechtlichen Angelegenheiten erledigt. Jetzt geht es darum, Fahrt aufzunehmen, damit Ihr Unternehmen abhebt.

Voraussetzung dazu ist es, dass Sie Kunden gewinnen. Das muss jetzt Ihre Priorität sein, nachdem Ihr Angebot als Produkt oder Dienstleistung steht.

Sie haben noch keine Kunden, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung sind noch unbekannt, Sie müssen die Werbetrommel rühren. Es gibt dazu unterschiedliche Kanäle. Sie können nicht auf jedem Kanal gleichzeitig aktiv sein. Das wäre auch falsch, denn es würde Ihre Ressourcen aufsplittern und wirkungslos werden lassen. Außerdem ist auch nicht jeder Kanal für Ihre Produkte und Dienstleistungen geeignet. Und zusätzlich gilt: Sie werden nicht mit allen Kanälen im gleichen Maße gut zurechtkommen. Es ist daher notwendig, dass Sie eine Auswahl treffen.

Sie finden hier die wichtigsten Möglichkeiten, um Neukunden zu gewinnen. Schauen Sie sich alle Möglichkeiten genau an und wählen Sie dann zwei oder drei Varianten und starten Sie mit Marketing. Sie sollten auch nicht nur auf eine einzige Karte setzen, bearbeiten Sie ruhig mehrere Kanäle parallel nebeneinander. Sie werden sehen, dass die Erfahrungen bei eienr Variante Ihnen bei den anderen Varianten helfen. Außerdem kann man nie vorher sagen, welcher Kanal für Ihre Produkte und Dienstleistungen erfolgsträchtig ist. Sie sollten daher etwas diversifizieren, aber eben nicht zu stark, um wirkungsvoll zu bleiben.

Kunden kennenlernen Aquise im B2B Aquise im B2C Aquise durch Telefonieren Aquise durch Emails Social Media Workshops und Vorträge Messen CRM-System


Brauche ich eigentlich eine Patentstrategie?

Spätestens jetzt sollten Sie sich Gedanken um Ihre Patentstrategie machen. Sie werden im Laufe der Zeit immer mehr Schutzrechte "sammeln". Dies sollten sich sinnvoll ergänzen, um eine einheitliche Stoßrichtung zu erhalten und um ihre Unternehmensstrategie zu befördern.

Sie erfahren hier eingehende Informationen zur Ausarbeitung einer geeigneten Patentstrategie:Patentstrategien


Hier finden Sie weitere Informationen zum Führen eines Unternehmens


Hier finden Sie wichtige Informationen zu Patenten, Gebrauchsmustern, Marken und Designs





Veröffentlichungen

Dr. Meitinger ist Mit-Autor des Buchs „Digitalisierung und Kommunikation“. In seinem Beitrag erläutert er die Wirtschaftskommunikation und die Digitalisierung vor dem Hintergrund des Patentrechts.



"Crowdsourcing und Patentrecht. Wie passt das zusammen?" in den "Mitteilungen der Patentanwälte" vom Dezember 2016

Dieser Artikel befasst sich mit dem Verhältnis des Patentrechts mit dem neuen Phänomen des Crowdsourcing. Hierbei wird festgestellt, dass Erfindungen, die sich durch Crowdsourcing ergeben, besondere Erfordernisse aufweisen, denen das aktuelle Patentrecht nicht gerecht wird. Es wird vorgeschlagen, ähnlich dem Gesetz zu Arbeitnehmererfindungen ein Spezialgesetz für Erfindungen des crowdsourcings bereitzustellen.

"Erfinderlose Erfindungen durch Know-How einer Organisation und Erfinderprinzip: kein Widerspruch" in den "Mitteilungen der Patentanwälte" vom April 2017

In diesem Artikel wird beschrieben, dass "namenloses Know-How" einer Organisation eine Erfindung begründen kann. Der Urheber ist hierbei vordergründig das betreffende Unternehmen. Es wird vorgeschlagen, wie dieses Unternehmen bei der Zuordnung des Eigentums der Erfindung berücksichtigt werden kann, ohne dabei das Erfinderprinzip des Patentrechts zu verletzen.

"Die Offenlegung der Patentanmeldung nach 18 Monaten: Ist das noch zeitgemäß?" in den "Mitteilungen der Patentanwälte" vom Juli/August 2017

Dieser Artikel befasst sich mit der zeitlichen Verzögerung der Veröffentlichung einer beim Patentamt eingereichten Patentanmeldung um 18 Monate. Es werden die Vor- und Nachteile dieser Regelung beleuchtet. Ein schwerwiegender Nachteil besteht darin, dass insbesondere aktuelle technische Entwicklungen nicht gefunden werden können. Hierdurch besteht die Gefahr von ökonomisch nachteiligen Doppelentwicklungen.

"Smart Contracts" in dem gerankten Journal "Informatik-Spektrum" vom Juni 2017

"Wann verlieren Erfindungen ihre Patentfähigkeit? Zur juristischen Situation und Fälle aus der Praxis" Innovation Management Support vom 1. Halbjahr 2018

"Crowdsourcing und Intellectual Property Rights: Fallstricke einer besonderen rechtlichen Konstellation" im Innovation Management Support vom 2. Halbjahr 2016

Es werden die mögliche Auswirkungen der Blockchain-Technologie untersucht. Insbesondere wird vorgeschlagen, Smart Contracts zu verwenden, um Patentanmeldungen zu verwalten. Hierdurch können beispielsweise die Überwachung der Fristen automatisch vorgenommen werden.

In diesem Artikel werden Fälle aus der Praxis behandelt, die aufzeigen, welche Risiken bestehen während der Entwicklung eigener Innovationen. Dieser Artikel wurde zusammen mit Herrn Professor Dr. Geschka verfasst.

In diesem Artikel wird das besondere Verhältnis von Crowdsourcing und Patentrecht beleuchtet. Dieser Artikel wurde zusammen mit Herrn Professor Dr. Geschka verfasst.

Vortrag auf der EUKO 2017 - Kommunikation und Digitalisierung, 17. interdisziplinäre Tagung des Forschungsnetzwerkes Europäische Kulturen in der Wirtschaftskommunikation – European Cultures in Business and Corporate Communication (EUKO) vom 19. bis 21. Oktober 2017 in Frankfurt am Main mit dem Thema "Fehlt ein passendes Patentgesetz als Antwort auf die digitale Kommunikation?".

Zum Vortrag »

Herr Meitinger arbeitet wissenschaftlich auf dem Gebiet des Patentrechts. Er beschäftigt sich insbesondere mit den Schnittstellen des Patentrechts mit neueren Innovationsmethoden, beispielsweise Open Innovation und Crowdsourcing. Hierbei erarbeitet er Lösungsvorschläge für den Gesetzgeber

© Patentanwalt Dipl.Ing.(Univ.) Dipl.-Wirtsch.-Ing.(FH) Dr. Thomas Meitinger LL.M. LL.M. MBA MBA M.A. M.Sc. 2018